Die Metropolregion München nutzt Netzwerke zur Steigerung der Energieeffizienz

Etwa 60 Kommunalvertreter kamen am Dienstag, 7. Dezember 2010, zum 8. Kommunalen Energieforum in der Metropolregion München in Fürstenfeldbruck zusammen, um mit namhaften Experten über geeignete und beispielhafte Energieeffizienzprojekte aus der Region zu diskutieren. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass das Denken und Handeln in Netzwerken ein wichtiger Schlüssel ist, um Energieeffizienz in Kommunen erfolgreich voranzubringen. Beispielsweise zielt der „Verein Ziel 21“ in dem Landkreis Fürstenfeldbruck darauf ab, dass die kommunalen Initiatoren, die Energieversorger, die lokalen Mittelstandsunternehmen, die Planer, das Handwerk und die Landwirtschaft eng zusammenarbeiten, um die Energiewende im Landkreis voranzubringen. Landrat Thomas Karmasin betont in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit eines langen Atems: „Nur einmal eine Entscheidung zu treffen ist nicht genug. Alle Beteiligten müssen hinter der Entscheidung stehen und diese kontinuierlich vorantreiben.“

Kommunen als Koordinatoren und Mediatoren

Joachim Lorenz, Referent für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München betonte, dass Energieeffizienz und Klimaschutz Chefsache sein müsse, damit klare Entscheidungen getroffen und Fachkonflikte gelöst werden können. Während der Konzepterarbeitung sei jedoch die fachübergreifende Zusammenarbeit ein wichtiger Erfolgsfaktor. Gunnar Braun, Geschäftsführer des Verbands Kommunaler Unternehmen e.V. der Landesgruppe Bayern, fügte hinzu, dass gerade aufgrund der oft widersprüchlichen Ziele der vielen Akteure im Handlungsfeld Energieeffizienz den Kommunen eine besondere Rolle bei der Vermittlung zwischen den Akteuren zukommt. Er sieht die Kommunen daher vor allem als Koordinatoren und Mediatoren. „Diese Rolle ist sicher nicht einfach, aber gerade deswegen ist es wichtig, dass die Kommunen sie aktiv wahrnehmen“, betonte Braun.

Erfolgsfaktoren in der Region

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer griffen die Impulse der Referenten in intensiven Diskussionsrunden auf und arbeiteten ihrerseits Erfolgsfaktoren für kommunales Engagement in Sachen Energieeffizienz heraus. Fachliche Kompetenz und neutrale Beratung sind aus Sicht der Kommunalvertreter wichtige Grundlagen für die erfolgreiche Projektplanung und -umsetzung. Darüber hinaus stand die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt der Diskussion. So wird es für die Kommunen immer wichtiger, ihre Bürgerinnen und Bürger für Energieeffizienzmaßnahmen im Privathaushalt zu sensibilisieren und für eigenes Engagement zu aktivieren. Alle Beiträge zu den Erfolgsfaktoren sowie die Präsentationen des 8. Energieforums finden Sie in der ausführlichen Dokumentation.

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Innovative Effizienzprojekte durch Geothermie

Professor Jens Hesselbach, Leiter des Fachbereichs Umweltgerechte Produkte und Prozesse der Universität Kassel, berichtet in seinem Vortrag über die technologischen Möglichkeiten der Geothermienutzung. In seinen Beispielen berichtet er von einem CO2 e-neutralen Modellprojekt sowie von der Möglichkeit, mitteltiefe Geothermie im Sommer für die Kühlung zu verwenden. Den Vortrag von Professor Hesselbach finden Sie in der ausführlichen Dokumentation des 8. Kommunalen Energieforums.