Die Metropolregion Rhein-Ruhr setzt auf regionale Vernetzung
Die Kommunen der Metropolregion Rhein-Ruhr wollen durch stärkere Kooperation und Vernetzung künftig ihre Energieeffizienz und ihren Beitrag zum Klimaschutz steigern. Zu diesem Ergebnis kam das 6. Kommunale Energieforum in der Metropolregion Rhein-Ruhr, bei dem am Dienstag, 16. November 2010, mehr als 50 Kommunalvertreter mit namhaften Experten aus der Region diskutierten. Themen waren unter anderem Finanzierungsoptionen für Investitionen in Energieeffizienz, bereits heute verfügbare Technologien sowie die Sensibilisierung und Beteiligung der Öffentlichkeit in Sachen Energieeffizienz.
Neue Potenziale durch die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen
Die Teilnehmenden des Forums in Bottrop sahen eine besondere Chance in der verstärkten Zusammenarbeit mit lokal ansässigen Unternehmen. Beim Forum erarbeiteten sie eine Kommunale Energieeffizienzagenda mit Aktivitäten und Maßnahmen, die zeitnah in den Kommunen angestoßen werden sollen. So wollen die Kommunen ihre Informationspolitik weiter verbessern und die Medien verstärkt als Partner für die Themen Energieeffizienz und Klimaschutz gewinnen. Um die Bevölkerung flächendeckend zu erreichen, sollen unterschiedliche Kanäle genutzt werden – von den klassischen Vereins- und Messeveranstaltungen bis hin zu Social Media. Einen besonderen Stellenwert schreiben die Kommunalvertreter der Förderung der Sonnenenergienutzung zu. Trotz finanzieller Engpässe wollen einige Kommunen integrierte Klimaschutzkonzepte und übergreifende Handlungspläne entwickeln, in deren Rahmen eine koordinierte, schrittweise Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen erfolgen kann.
Die Kommunen sind "mittendrin" – auch auf der globalen Ebene
In seiner Impulsrede bekräftigte Professor Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie GmbH und Beiratsmitglied der Initiative Kommunale Energieeffizienz, dass die Diskussion über den kommunalen Klimaschutz seit dem Klimagipfel in Kopenhagen einen radikalen Wandel erfahren hat. Während das kommunale Bemühen vor diesem Gipfel mitunter belächelt worden sei, fänden sich die Städte und Gemeinden heute
„mittendrin“ – auch auf globaler Ebene. Deshalb sei für die erfolgreiche Umsetzung der Energieeffizienzmaßnahmen ein intenstiver Austausch zwischen Kommunen erforderlich, um von den bereits vorhandenen Erfahrungen zu lernen. Den Vortrag von Professor Schneidewind finden Sie auch in der ausführlichen Dokumentation des 6. Kommunalen Energieforums.
Positive Erfahrungen in der Region
Reinhold Fischbach, Vorsitzender des Vereins zur Förderung erneuerbarer Energien und energiesparender Techniken e.V., stellte den Energieatlas der Energieregion Emscher-Lippe vor. In dieser Datenbank mit der interaktiven Kartenanwendung sind Informationen über aktuelle Projekte und regionale Anbieter der Erneuerbaren Energien zu finden. Ein weiteres gutes Beispiel brachte Dr. Dieter Brise aus dem Referat für Umwelt und Lokale Agenda 21 der Stadt Gladbeck ein. Er erläuterte, wie in Gladbeck durch finanzielle Förderung die Errichtung der Solarkollektorflächen an den Dächern privater Häuser ermöglicht wird. Durch dieses Programm sei die örtliche Nutzung regenerativer Energien in das Bewusstsein vieler Menschen gelangt. Die beiden Vorträge sowie weitere ausführliche Ergebnisse des 6. Energieforums finden Sie in der ausführlichen Dokumentation.













