Sanierung einer Wohnanlage in München-Haidhausen
Ausgangslage
Die aus der Nachkriegszeit stammende Wohnanlage in München Haidhausen verfügt über einen schlechten baulicher Zustand und hat einen großen Sanierungsbedarf. Die Wohnungen werden bisher mit Einzelöfen beheizt.
Projektbeschreibung
Die Gebäudeaußenwände erhalten ein Dämmsystem aus Resol-Hartschaum. Die zur Straßenseite zugewandten Fassaden sind mit einer Vakuumdämmung ausgestattet. Die Fenster werden dreifach wärmeschutzverglast in hocheffizienten Rahmen ausgeführt. Die Kellerdecken werden durch im Estrich der Erdgeschosse eingelegte Vakuumdämmplatten isoliert.
Die Einzelöfen werden durch eine Heizzentrale ersetzt. Da aufgrund lokaler Gegebenheiten ein Anschluss an das Münchener Fernwärmenetz nur mit hohen Aufwand realisierbar wäre, bezieht die Heizung ihre Wärme durch die thermische Nutzung des Grundwassers. Wärmepumpen bereiten die Umgebungswärme auf niedrigem Temperaturniveau für die Heizung auf. Innovativ ist die Nutzung dezentraler Heizpumpen, die direkt an den Heizkörper angebracht werden. So kann jeder Radiator sich individuell an den Wärmebedarf des jeweiligen Nutzers anpassen.
Auf Lüftungsanlagen wurde in der Konzeption bewusst verzichtet, so dass die Wohnungen auf natürliche Weise über die Fenster belüftet werden. Durch entsprechende Kontakte ist die Fensterlüftung an die Heizung gekoppelt, so dass bei geöffneten oder gekippten Fenster die Heizung gestoppt wird.
Zielsetzung
Durch Optimierungen der Gebäudehülle und der Haustechnik soll erreicht werden, dass der Primärenergiebedarf für Beheizung und Trinkwasser mindestens 50 Prozent unter dem zulässigen Wert eines Neubaus liegt. Die Restwärme soll mit erneuerbaren Energien erzeugt werden, so dass eine CO2-neutrale Energieversorgung gewährleistet ist.
Auszeichnung
- Modellprojekt der EnEff:Stadt für die Energieeffiziente Stadt
Weitere Informationen
Quelle und weiterführender Link:
