Kommunen in Deutschland werden zu Vorreitern

Deutschland hat die Chance, zum Vorreiter für kommunalen Klimaschutz zu werden. Zahlreiche Städte und Gemeinden gehen bereits mit gutem Beispiel voran und haben sich als Vorbilder in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz etabliert. Doch in etlichen Kommunen schlummern noch erhebliche Energiesparpotenziale. Die Initiative Kommunale Energieeffizienz hat sich zum Ziel gesetzt, diese Potenziale zu heben und Energieeffizienz als eines der wichtigsten Themen der Gegenwart in allen Kommunen zu platzieren. Sowohl die Klimaschutzpotenziale als auch die Möglichkeiten zur langfristigen Einsparung von Energiekosten sollen dabei in den Mittelpunkt gerückt werden.

Kommunale Energieforen – das Herzstück der Initiative

Die bundesweiten Kommunalen Energieforen bilden das Herzstück der Initiative Kommunale Energieeffizienz. Gestartet werden die Foren in diesem Jahr in zehn Pilotregionen. In den Kommunalen Energieforen wird umfangreiches Wissen rund um das Thema Energieeffizienz in Kommunen vermittelt. Gleichzeitig bieten die Foren eine Plattform für den Austausch der Kommunen untereinander und fördern die Diskussion um Energieeffizienz und Kosteneinsparungen. Dabei orientieren sich die Foren thematisch am konkreten Bedarf der Städte und Gemeinden aus der jeweiligen Region. Die Teilnehmer erhalten passgenaue wertvolle Informationen, die ihre spezifischen Fragestellungen aufgreifen. Darüber hinaus bieten die Kommunalen Energieforen den Teilnehmern die Gelegenheit, bestehende Defizite zu identifizieren und Anregungen für künftige Rahmenbedingungen zu platzieren. Die Ergebnisse aller Foren fließen in die Publikation „Kommunale Agenda Energieeffizienz“ ein, die sich an Entscheider und Stakeholder aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft richtet.

Wie ist die Initiative Kommunale Energieeffizienz organisiert?

Die Kommunalen Energieforen wurden von IFOK angestoßen und werden von Viessmann getragen. IFOK organisiert und moderiert die Foren. Zentrale Funktion kommt dem Beirat aus unabhängigen Experten zu: Dieses Gremium begleitet die Initiative und bildet ihr fachliches Fundament. Das Spektrum der Expertise reicht dabei von komplexen Sanierungskonzepten bis zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten. Den Beiratsvorsitz hält Professor Dr. Hans-Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.

Stefan Dallinger,
Landrat des Rhein-Neckar-Kreises und Schirmherr der Initiative

„Der Klimawandel und die Veränderungen der weltweiten Energiestrukturen stellen auch uns in der Metropolregion Rhein-Neckar vor wachsende Herausforderungen. Um diesen Herausforderungen heute und in Zukunft erfolgreich begegnen zu können, müssen wir Verantwortung übernehmen und gemeinsam noch stärker für den Klimaschutz aktiv werden. Wir haben diese Notwendigkeit bereits früh erkannt und in unserer Region hervorragende Kompetenzen im Bereich Energie und Umwelt aufgebaut. Dieses Netzwerk gilt es weiterzuentwickeln und kontinuierlich auszubauen um auch in Zukunft eine der attraktivsten und wettbewerbsfähigsten Regionen zu sein.“